Term: Anorganische/Organische Baustoffe


Bezogen auf den stofflichen Aufbau unterscheidet man anorganische und organische Baustoffe. Zu den anorganischen Baustoffen zählt man mineralische Baustoffe wie z. B. Naturstein, keramische Baustoffe, Glas, Schaumglas, Mineralwolle, Perlite, Mörtel und Beton sowie metallische Baustoffe wie z. B. Gusseisen, Stahl, Aluminium und Kupfer. Diese chemischen Verbindungen enthalten i. d. R. keinen Kohlenstoff (Ausnahme CO und CO2). Holz und Holzwerkstoffe, Bitumen, Teerpeche und Kunststoffe (auch EPS, XPS, PUR) gehören zu den organischen Baustoffen. Sie bestehen vorwiegend oder ausschließlich aus organischen Verbindungen, die durch Atombindungen gebildet werden. Regeleigenschaften von organischen Baustoffen sind eine verhältnismäßig gute Beständigkeit gegenüber anorganischen Säuren, Basen und Salzen, geringe Wärmeleitfähigkeit und hohe elektrische Widerstände. Außerdem haben sie mit der Ausnahme von Holz meist nur geringe E-Module, weshalb sie im konstruktiven Bereich nur wenig verwendet werden. Empfindlich sind sie gegenüber Sauerstoff, höheren Temperaturen, Feuer und UV-Strahlung. Hohe Dauertemperaturen ab ca. 120-300 Grad Celsius können Atombindungen spalten. Auch Langzeit-UV-Strahlung in Verbindung mit Sauerstoff wirkt in ähnlicher Weise schädigend. Zum Befall von Baustoffen mit Algen, Flechten, Bakterien oder Pilzen muss eine geeignete organische Nahrungsgrundlage vorhanden sein. Baustoffe aus anorganischer Materie allein sind i. d. R. nicht für mikrobielles Wachstum geeignet.

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